Erreichtes Erhalten und damit die Zukunft sichern

Noch immer hat uns das Corona-Virus fest im Griff. Das Verhalten vieler Bürger und Bürgerinnen hat sich in den letzten Wochen sehr verändert. Zum Einkaufen gehen wir nun mit Maske oder Schal, damit Mund und Nase bedeckt sind. Auch wird häufig nur das Nötigste besorgt und das Geschäft danach schnell wieder verlassen. Viele arbeiten nach wie vor aus dem Homeoffice und haben ihren Arbeitsplatz im Unternehmen oder auch ihr Klassenzimmer seit Wochen nicht mehr gesehen. Viele Pendler sind in den vergangenen Wochen auf das Auto umgestiegen und haben auf Bus und Bahn verzichtet.
Von den Gesundheitsbehörden ist zu hören, dass wir uns an die Bedeckung von Mund und Nase sowie die Abstandsregeln noch lange werden halten müssen. Gleichzeitig fahren die Betriebe erfreulicherweise ihre Produktionen wieder hoch. Auch die Schüler sollen nach Pfingsten alle, abwechselnd, für zwei Wochen wieder in das Schulgebäude kommen können.
Gerade in diesen Zeiten ist ein verlässlicher ÖPNV wichtig. Daher ist es richtig und wichtig an die Zukunft zu denken und Entscheidungen zu treffen, die einen guten Nah- und Fernverkehr ermöglichen. Nur wenn wir stabile Verbindungen sicherstellen, werden die Menschen wieder auf Bus und Bahn umsteigen. Dazu gehört auch, dass keine Bahnen ausfallen. Andernfalls sind nachfolgende Züge überfüllt. Dies war in der Vergangenheit unbequem, unangenehm und ärgerlich. Jetzt ist es auch für die Gesundheit von uns allen nachweislich nicht förderlich.
Daher braucht es jetzt Investitionen in neue Techniken bei der Bahn, damit dichtere Taktungen ohne Zugausfälle möglich sind und auch Investitionen in neue Strecken und Gleise, damit bessere Verbindungen entstehen, welche nicht zu Lasten bestehender Verbindungen gehen. Daher ist die Forderung nach einer eigenen Gleistrasse für die Gäubahn richtig.
Dazu braucht es jetzt auch finanzielle Unterstützung der Anbieter im ÖPNV, die durch wegfallende Einnahmen aus den nicht möglichen Ticket-Verkäufen schwer getroffen sind. Wenn wir nicht dafür sorgen, dass die Busunternehmen die Zeit mit weniger Fahrgästen überstehen, dann wird sich das Angebot deutlich ausdünnen. Dann waren die Anstrengungen aus der Vergangenheit, den Menschen durch attraktive Verbindungen und Verlässlichkeit die Möglichkeit zum Umsteigen zu geben umsonst. Dies wäre schade. Da in der Vergangenheit viel erreicht wurde.

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